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Geschichte

Neue Feuchter ChronikFeucht hat eine reichhaltige und interessante Geschichte, die bis weit ins Mittelalter zurückreicht. Die Weihung einer Kirche durch Bischof Otto von Eichstätt wird etwa auf das Jahr 1190 datiert. Sehr wahrscheinlich haben sich bereits vor dieser Zeit Zeidler, also mittelalterliche Waldbienenhalter, in den weiten Waldgebieten östlich von Nürnberg niedergelassen.

Am 28. August 1296 bestätigte der kaiserliche Landrichter Rüdiger von Brant dem Feuchter Zeidelmeister Hildebrand in einer Urkunde wer über ihn und die Zeidler Gericht zu sprechen hat. Dies ist die erste exakt datierbare Erwähnung Feuchts. Sie wirft ein Schlaglicht auf die Bedeutung der Zeidler für die Feuchter Geschichte.

Mit den Zeidlern verbindet sich eine bemerkenswerte Besonderheit: 1350 erhielten die Zeidler von Kaiser Karl IV. das umfangreiche, speziell auf sie zugeschnittene Zeidlerprivileg, das es so nirgends sonst im Reich gab.

So waren die Zeidler im ganzen Reich von Zöllen befreit, hatten - bis auf Mordsachen - eine eigene Gerichtsbarkeit und versahen umfangreiche Aufgaben im Nürnberger Reichswald. Der Zeidelmeister war nicht nur Gerichtsherr der Zeidler, sondern auch eine der vom Kaiser eingesetzten Autoritäten im Reichswald.

Zeidlerrelief über dem Eingang des ZeidlerschlossesAls Gegenleistung für diese Privilegien mussten sie "mit sechs Armbrüsten" für den Kaiser Kriegsdienst im Gebiet zwischen Böhmerwald und Fichtelgebirge im Osten, Frankenwald, Rhön und Spessart im Norden, Odenwald und Schwarzwald im Westen und den Alpen im Süden leisten.

Nicht nur des Honigs wegen, sondern vor allem wegen der wirtschaftlichen Bedeutung des Reichswalds für die Stadt, standen die Zeidler - und damit Feucht insgesamt - immer in enger Beziehung zur benachbarten Metropole Nürnberg.

Die heute für Feucht so prägenden Herrensitze - Zeidlerschloss, Pfinzingschloss und Tucherschloss, sowie die Herrensitze Gauchsmühle und Weiherhaus - bezeugen auch umgekehrt das große Interesse Nürnberger Patrizierfamilien an dem kleinen Ort im Nürnberger Südosten und seiner Umgebung.

Große und bekannte Nürnberger Familien, wie die Waldstromer, die Tucher, die Pfinzing, die Peßler, Haller, Scheurl, Tetzel, Nützel, Gugel und Grundherr hinterließen in Feucht ihre noch heute sichtbaren Spuren. Ihre Wappen sehen Sie unten auf dieser Website.

Schwemmer, Wer sich eingehender mit der Geschichte Feuchts beschäftigen möchte, sollte einen Blick in den Band "Alt Feucht - Zur Geschichte einer Marktgemeinde am Lorenzer Reichswald" von Dr. Wilhelm Schwemmer oder die neue Feuchter Chronik "FEUCHT - Ein Streifzug durch die Geschichte" werfen. Beide Bücher sind zum Kauf erhältlich bei der Buchhandlung Kuhn oder im Rathaus. Wer nur etwas darin schmökern möchte, findet sie auch in der Feuchter Gemeindebücherei.

Der Feuchter Zeidlermarkt wurde initiiert und organisiert von:

Arbeitskreis Feuchter Gewerbe e.V.

Arbeitskreis Feuchter Gewerbe e.V.

 

Zeidelmuseum e.V.

Zeidel-Museum e.V.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Markt Feucht

Mit freundlicher Unterstützung durch den Markt Feucht

Wappen der Familie Tucher Wappen der Familie Pfinzing Wappen der Familie Peßler Wappen der Familie Scheurl von Defersdorf Wappen der Familie Grundherr